Michael Ziehl

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Kooperationen zwischen Bürgerinitiativen und Stadtverwaltungen zur Stärkung Urbaner Resilienz am Beispiel des Gängeviertels in Hamburg

Wie können Bürger und Stadtverwaltungen zusammenarbeiten, um Städte zukunftsfähig zu gestalten?
Am Beispiel der Kooperation des Gängeviertel mit der Stadt Hamburg untersucht Michael Ziehl, wie das funktionieren kann. Stadtverwaltungen sind grundsätzlich auf die Kooperation mit Stadtbewohnern und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren angewiesen. Angesichts aktueller Krisen reichen bestehende Partizipationsformate nicht mehr aus. Das gilt sowohl für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels als auch anderer globaler und regionaler Krisen wie der Finanzkrise, den Folgen des demografischen Wandels, des wirtschaftlichen Strukturwandels und der sozialen Spaltung der Gesellschaft. Als Strategie zur Bewältigung dieser Krisen gewinnt das Konzept der Urbanen Resilienz zunehmend an Bedeutung. Urbane Resilienz bezeichnet die Anpassungsfähigkeit von Städten gegenüber Störungen und Krisen. Dazu werden Verfahren gebraucht, die die Selbstorganisation von Stadtbewohnern fördern. Im Rahmen der Untersuchung werden entsprechende Modelle entwickelt. Das Gängeviertel wird als Untersuchungsgegenstand herangezogen, weil im Rahmen der Sanierung des Gängeviertels ein neues Kooperationsformat zwischen Stadtverwaltung und Bürgerinitiative praktiziert wird. Außerdem ist das Gängeviertel ein aktuelles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement der „Performing Citizenship“: Auf Basis der Selbstverwaltung wird das Gängeviertel gestaltet, kulturelle Angebote geschaffen, Öffentlichkeit eingebunden sowie gemeinschaftliche Nutzungsformen und nicht-kommerzielle Formen des Wirtschaftens (Commoning) umgesetzt. Diese Aktivitäten wirken nachhaltig auf die Stadtentwicklung und tragen zur Urbanen Resilienz Hamburgs bei.[:en]

Cooperation Between Citizens’ Groups and Municipalities for Fostering Urban Resilience – The Example of Gängeviertel in Hamburg

How can citizens and municipalities cooperate to make our cities fit for the future? To discover answers for this question, Michael Ziehl is examining the cooperation between the Gängeviertel initiative and the municipality of Hamburg. Municipalities are dependent upon their cooperation with urban dwellers and other civil agents, but in the context of current global and regional crises, the extant forms of participation are insufficient. This can be seen not only in the very real outcomes of the Great Recession in 2009, but also in the ongoing consequences of climate change, demographic transition, economic transformations and social division. From this perspective, the concept of Urban Resilience gains relevance as a concrete approach for managing crisis situations.
Urban Resilience is a way of describing the adaptability of cities to disturbances and dilemmas. Michael Ziehl argues that it necessitates the application of methods of supporting the self-organization of urban dwellers. One of the key deliverables of this research will be the analysis and presentation of such methods. The Gängeviertel was chosen as subject of research because it implements a new model of cooperation with the municipality of Hamburg. Furthermore it is a vibrant initiative in the sense of “Performing Citizenship”: The self-organized initiative appropriated the Gängeviertel in 2009. Since then it has developed itself into an open space in the city of Hamburg for working, living and cultural participation. Organizational structures enable members of the public to get involved through common forms of usage and non-commercial economic activities (Commoning). These activities contribute to making Hamburg fit for the future and fostering its Urban Resilience.[:]