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Graduiertenkolleg Performing Citizenship

In den Städten des 21. Jahrhunderts entwickeln sich neue Formen von Bürgerschaft, die sich selbstbestimmt und oft in kreativen Formaten organisieren, um ihr Zusammenleben nicht nur auszuhandeln, sondern auch konkret zu gestalten. Sichtbar wird ein, auch von den Wissenschaften beobachteter Gap zwischen traditionellen Institutionen wie Parteien, Behörden oder Gewerkschaften, und einer selbstbewussten und selbstorganisierten neuen Bürgerschaft, die ihren Beitrag zur Bewältigung urbaner Krisensituationen immer öfter auch mit künstlerischen Mitteln leistet. Lässt sich jenseits unseres repräsentativen Demokratie-Systems eine „performative Demokratie“ denken?

Das Graduiertenkolleg untersucht Artikulationen dieser neuen urbanen Bürgerschaft, die ihre Lust und ihr Recht auf Mitbestimmung praktisch und mit performativen Mitteln umsetzt, unter dem Begriff Performing Citizenship. Gemeinsam getragen von Universitäten und künstlerischen Institutionen erforscht das Kolleg seinen Gegenstand nicht nur rein wissenschaftlich, sondern auch mit künstlerischen Experimenten und Interventionen. Der Zugang ist transdisziplinär und verbindet Perspektiven der Urban Studies, der Performance Studies, der kulturellen Bildung, des Designs, der Ethnographie, der Philosophie und der Choreographie.

Weitere Informationen zum Graduiertenkolleg Performing Citizenship finden Sie hier (PDF).

Die Präsentationswochen des Graduiertenkollegs PERFORMING CITIZENSHIP finden vom 18.-30. April 2016 statt. Die digitale Programmvorschau der “Artikulationen urbaner Bürger_innenschaft/en” gibt es hier (PDF).