{"id":71,"date":"2015-02-06T16:53:47","date_gmt":"2015-02-06T16:53:47","guid":{"rendered":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/?p=71"},"modified":"2015-03-09T14:51:25","modified_gmt":"2015-03-09T14:51:25","slug":"thari-jungen-forschungsprojekt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/thari-jungen-forschungsprojekt\/","title":{"rendered":"Thari Jungen"},"content":{"rendered":"<h1>Faking Citizenship \u2013 Wie mit Dokumenten und Artefakten Teilhabe und Ausschluss organisiert werden<\/h1>\n<p>Citizenship und damit die Zugeh\u00f6rigkeit zum Kollektiv wird im modernen Nationalstaat nicht zuletzt \u00fcber die Herstellung und Ausgabe von bestimmten Dokumenten organisiert: Geburtsurkunden, P\u00e4sse und Arbeitserlaubnisse sind nur einige Beispiele f\u00fcr Dokumente, die verschiedene Stufen und Qualit\u00e4ten der Zugeh\u00f6rigkeit markieren. Weil jedes Dokument auch ein Artefakt, ein handwerklich hergestelltes und aufmerksam gestaltetes Ding ist, l\u00e4sst sich sagen, dass Citizenship und Zugeh\u00f6rigkeit eng mit diesem performativen Vorgang seiner Herstellung verbunden sind. Diese Verbindung m\u00f6chte ich auf sowohl k\u00fcnstlerische wie auch wissenschaftliche Weise im \u201eInstitut f\u00fcr Falisifikate\u201c untersuchen. In diesem Institut soll die Produktion von Artefakten und Dokumenten aller Art durchgef\u00fchrt und gemeinsam mit den Akteuren soll die Forschungsfrage der artifiziell regulierten Teilhabe an B\u00fcrgerschaft diskutiert und ggf. nachjustiert und nachverhandelt werden um den Prozesss des gegenseitigen Wissensaustausches, des gegenseitigen Lernens und der Wissensintegration zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Citizenship wird in diesem Forschungsprojekt unter dem Gesichtspunkt der b\u00fcrokratischen Abl\u00e4ufe und Verfahren betrachtet. Das staatsb\u00fcrgerliche Dokument hat, ebenso wie andere Artefakte, positive wie negative Auswirkungen auf seinen Besitzer. Zugang und Teilhabe sind durchweg reglementiert durch Materialien, denen die Identifikation und Zugeh\u00f6rigkeit zu einem sozialen Gef\u00fcge eingeschrieben ist. Dementsprechend findet sowohl das Kunstwerk als auch das Dokument als Objektivierung des B\u00fcrgers und als Zugangsberechtigung .  Verwendung, etwa zur demokratischen Partizipation bei Wahlen. Doch das Dokument\/Artefakt allein reicht nicht: Es soll original, echt, authentisch sein. In der Besch\u00e4ftigung mit Citizenship und deren performativer Herstellung will ich mich mit folgender Frage besch\u00e4ftigen:  Wie funktioniert Artefaktproduktion als Ausdruck und Distribution b\u00fcrgerlicher Rechte in Abh\u00e4ngigkeit von k\u00fcnstlerischer Mimesis und demokratischer Teilhabe im \u00f6ffentlichen Kontext?<\/p>\n<p>Antworten auf die Frage, welche Artefakte die Zugeh\u00f6rigkeit zum B\u00fcrgertum schaffen und bestimmen, sind nicht nur in der politischen Sph\u00e4re zu finden, sondern ebenso in der performativ-k\u00fcnstlerisch und \u00e4sthetischen Praxis. Die Performance als \u00e4sthetisch-k\u00fcnstlerischer Zugang und als Methode scheint mir deshalb ein probates Mittel, um die der Citizenship zugrundeliegenden Machtstrukturen zu untersuchen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Faking Citizenship \u2013 Wie mit Dokumenten und Artefakten Teilhabe und Ausschluss organisiert werden Citizenship und damit die Zugeh\u00f6rigkeit zum Kollektiv wird im modernen Nationalstaat nicht zuletzt \u00fcber die Herstellung und Ausgabe von bestimmten Dokumenten organisiert: Geburtsurkunden, P\u00e4sse und Arbeitserlaubnisse sind nur einige Beispiele f\u00fcr Dokumente, die verschiedene Stufen und Qualit\u00e4ten der Zugeh\u00f6rigkeit markieren. Weil jedes Dokument auch ein Artefakt, ein&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/thari-jungen-forschungsprojekt\/\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[2],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p5HiMl-19","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71"}],"collection":[{"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":314,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71\/revisions\/314"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/performingcitizenship.de\/data\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}